Ersatzmodule für ältere Photovoltaikanlagen kosten häufig mehr als aktuelle Neumodule. Der Grund ist nicht, dass ältere Solarmodule grundsätzlich wertvoller sind. Der höhere Preis entsteht vor allem durch den ursprünglichen Einkaufszeitpunkt, die langfristige Vorfinanzierung und Lagerung sowie den hohen manuellen Aufwand bei Auswahl, Prüfung und Versand.

1. Einkaufszeitpunkt und langfristige Bereitstellung

Die Preise für PV-Module sind in den vergangenen Jahren stark gesunken. Viele Ersatzmodule wurden jedoch zu einem Zeitpunkt eingekauft, als Solarmodule noch wesentlich teurer waren. Ihr ursprünglicher Einkaufspreis liegt deshalb häufig deutlich über dem heutigen Preis eines vergleichbaren Standardmoduls.

Damit diese Module auch viele Jahre später noch als Ersatz verfügbar sind, werden sie von SecondSol frühzeitig beschafft und auf eigenes Risiko vorfinanziert. Zu diesem Zeitpunkt steht noch nicht fest, wann ein bestimmtes Modul benötigt und verkauft wird.

Die Ersatzteilversorgung erfolgt dabei unabhängig von den aktuellen Lieferprogrammen der Hersteller und Großhändler. Dadurch können passende Module auch dann noch verfügbar sein, wenn der ursprüngliche Hersteller nicht mehr am Markt tätig ist oder die benötigte Produktserie bereits seit Jahren nicht mehr produziert und verkauft wird.

So schaffen wir für unsere Kunden die Möglichkeit, auch lange nach dem Produktionsende noch auf einen passenden Modultyp zurückzugreifen.

2. Langfristige Lagerung

Auf dem Markt gibt es inzwischen mehr als 150.000 verschiedene PV-Modultypen. Damit auch ältere Photovoltaikanlagen nach vielen Jahren noch repariert werden können, müssen zahlreiche unterschiedliche Module langfristig verfügbar gehalten werden.

Während der gesamten Lagerzeit entstehen laufende Kosten, unter anderem für:

  • den Transport zum Lager
  • die Annahme, Prüfung und Erfassung
  • die fachgerechte Einlagerung
  • Lagerflächen, Gestelle und Lagertechnik
  • Inventuren, Umlagerungen und Verwaltung
  • Energie, Gebäude und Versicherung

Diese Kosten fallen unabhängig davon an, wann oder ob ein bestimmtes Ersatzmodul verkauft wird.

3. Hoher manueller Aufwand

Aktuelle Solarmodule werden meist in großen Stückzahlen und auf kompletten Paletten gehandelt. Bei der Reparatur einer bestehenden Anlage wird dagegen häufig nur ein einzelnes, genau passendes Ersatzmodul benötigt.

Dieses Modul muss von Mitarbeitern gezielt in einem großen Bestand unterschiedlicher Hersteller, Typen und Baujahre gesucht werden. Anschließend wird es aus dem Lager entnommen, zum Versandbereich transportiert, erneut geprüft und bei Bedarf gereinigt.

Danach folgen die Dokumentation und die individuelle Verpackung. Da einzelne PV-Module beim Transport wesentlich empfindlicher sind als komplette, originalverpackte Paletten, werden häufig Gitterboxen, spezielles Verpackungsmaterial oder eigens angefertigte Holzgestelle benötigt.

Was bedeutet das für den Preis?

Der Preis eines Ersatzmoduls umfasst nicht nur den Wert des Moduls selbst. Er berücksichtigt auch den ursprünglichen Einkaufspreis, die Vorfinanzierung auf eigenes Risiko, die langjährige Lagerung sowie die individuelle Bearbeitung eines einzelnen Auftrags.

Dieser Aufwand ermöglicht eine Ersatzteilversorgung, die nicht von den aktuellen Angeboten einzelner Hersteller oder Großhändler abhängig ist. Ein bestimmter Modultyp kann dadurch auch viele Jahre nach seinem Produktionsende noch bereitgestellt werden.

So lässt sich ein beschädigtes Modul gezielt ersetzen, ohne größere Teile der bestehenden Photovoltaikanlage austauschen oder technisch umbauen zu müssen.

Kurz gesagt:

Aktuelle Solarmodule sind dank gesunkener Marktpreise, moderner Massenproduktion und großer Verkaufsmengen vergleichsweise günstig. Ersatzmodule wurden häufig zu höheren Preisen eingekauft, von SecondSol auf eigenes Risiko vorfinanziert, über Jahre gelagert und müssen einzeln gesucht, geprüft und transportsicher verpackt werden. Dadurch können passende Ersatzmodule auch dann noch verfügbar sein, wenn Hersteller oder Produktserien längst vom Markt verschwunden sind.

Häufige Fragen zu PV-Ersatzmodulen

Viele Ersatzmodule wurden zu einer Zeit eingekauft, als die Marktpreise für Solarmodule noch deutlich höher waren. Zusätzlich entstehen Kosten für die langfristige Bereitstellung und Lagerung sowie für die individuelle Suche, Prüfung, Verpackung und den Versand.

Für die Reparatur einer bestehenden Photovoltaikanlage wird häufig ein bestimmter Modultyp benötigt. Damit dieser auch lange nach dem Produktionsende noch verfügbar ist, werden zahlreiche unterschiedliche Module frühzeitig beschafft, vorfinanziert und über viele Jahre fachgerecht gelagert und verwaltet.

Ja, je nach Lagerbestand können passende Ersatzmodule auch dann noch verfügbar sein, wenn der ursprüngliche Hersteller nicht mehr am Markt tätig ist. Das gilt ebenfalls für Produktserien, die von Herstellern und Großhändlern bereits seit Jahren nicht mehr angeboten werden.

SecondSol hält Ersatzmodule unabhängig von den aktuellen Lieferprogrammen der Hersteller und Großhändler vor. Dadurch sind wir bei der Ersatzteilversorgung nicht ausschließlich auf Module angewiesen, die aktuell noch produziert oder regulär vertrieben werden.

SecondSol beschafft und finanziert die Ersatzmodule auf eigenes Risiko vor. Die Module werden für unsere Kunden verfügbar gehalten, obwohl beim Einkauf noch nicht feststeht, wann oder ob ein bestimmter Modultyp benötigt und verkauft wird.

Einzelne PV-Module sind beim Transport besonders empfindlich. Anders als komplette, originalverpackte Paletten benötigen sie eine individuelle und transportsichere Verpackung. Dafür werden beispielsweise Gitterboxen, spezielle Verpackungsmaterialien oder eigens angefertigte Holzgestelle verwendet.

Nicht jedes aktuelle Modul eignet sich als Ersatz. Unter anderem müssen die elektrischen Eigenschaften, die Abmessungen, die Anschlüsse und die Einbindung in die bestehende Anlage berücksichtigt werden. Ob ein Neumodul verwendet werden kann, sollte daher von einem Fachbetrieb geprüft werden.

Ein passendes Ersatzmodul kann einen größeren Umbau der Photovoltaikanlage vermeiden. Ob sich der Austausch wirtschaftlich lohnt, hängt vom Zustand, vom Alter und von der technischen Ausführung der jeweiligen Anlage ab.

Nein. Auch gebrauchte Module können selten und nur schwer zu beschaffen sein. Ihr Preis hängt unter anderem von der Verfügbarkeit, dem Zustand, dem Prüfaufwand sowie den Kosten für Lagerung und Versand ab.

Der Preis berücksichtigt neben dem Modul selbst auch den ursprünglichen Einkauf, die Vorfinanzierung durch SecondSol, den Transport zum Lager, die Prüfung, die langjährige Lagerung, die Bestandsverwaltung sowie die individuelle Vorbereitung und Verpackung für den Versand.