11.02.2020

Was tun nach Sturmschäden an Photovoltaikanlagen

Starke Winde, Sturm und Orkane können ein Problem für jede Photovoltaikanlage darstellen.

Auch wenn es nicht immer zum Äußersten kommen muss und komplette Solaranlagen vom Dach gefegt werden, so können doch umgestürzte Bäume oder durch die Luft gewirbelte Gegenstände erhebliche Schäden an PV-Anlagen und an Photovoltaikmodulen hinterlassen. Auch dann, wenn man es nicht immer gleich auf den ersten Blick sieht.

Wie wirken sich Hagel, Sturm und Co. auf Photovoltaikmodule aus? Wofür kommen spezielle Photovoltaik-Versicherungen auf und was sollte nach einen Sturm geprüft werden?

 

Die 3 Arten von Photovoltaik Sturmschäden

 

PV-Module werden aus der Anlage gerissen oder weggeweht

Je nach Stärke (Wind, Sturm oder Orkan) können Photovoltaikmodule aus ihrer Verankerung gerissen werden oder komplette Systeme vom Dach gefegt werden. Grund kann hier die Intensität des Windes sein. Bei sehr hohen Windstärken kann auch das beste System einmal nachgeben. Es kann aber auch an der fehlerhaften Installation der Anlage, einem zu alten Dach oder einer zu geringen Beschwerung der Unterkonstruktion bei aufgeständerten Flachdach-Systemen liegen.


Herumfliegende Teile treffen die PV-Anlage 

Es kommt aber immer wieder vor, dass herumfliegende Gegenstände oder abgebrochene Äste auf die Photovoltaikanlage aufschlagen und so zu Sturmschäden führen. Auch wenn ein durch Glasbruch beschädigtes Modul leicht zu erkennen ist, können Steine, Äste oder andere Gegenstände auch Kratzer auf dem Glas hinterlassen oder zu Microrissen in den Modulen führen.


Solarmodule die sich in der Anlage gelöst haben

Ein anderes Problem, sind Solarmodule, die sich durch den Sturm gelockert haben. Dieses Problem ist weniger augenscheinlich oder naheliegend, kann sich jedoch im Laufe des weiteren Betriebs zu einem Problem entwickeln. Denn wenn sich diese Module nun im weiteren Verlauf bei jedem neuen Wind und Sturm auf und ab bewegen, können auch in diesen Modulen unerwünschte Microrisse entstehen, die wiederum  zu Ertragsverlusten der Photovoltaikanlage führen können.


Sind Sturmschäden an Photovoltaikanlagen versichert?

Es kommt ein wenig darauf an, welcher Versicherungsschutz für die Photovoltaikanlage besteht. Haben Betreiber eine spezielle Photovoltaik-Elektronik-Police, sind die Schäden bei einem ordnungsgemäß installiertem System in der Regel abgedeckt. Diese schützt die PV-Anlage vor Gefahren von außen, wie Sturm und Hagel.

 

Wie sollte man nach einem Sturmschaden vorgehen?

Aufnahme des Schadens

Da es sich um ein defektes elektrisches System handelt, sollten Sie die Anlage nur durch einen Profi, zum Beispiel einen erfahrenen Servicetechniker oder Gutachter überprüfen lassen.

Dieser sollte alle sichtbar defekten (Glasbruch) oder zerkratzen Module dokumentieren. Weiterhin sollte die „Flugschneise“ von Ästen oder anderen Gegenständen geprüft werden. Es sollte eine genaue Kontrolle der Solarmodule entlang der Flugschneise geben. Womöglich treten noch weitere defekte oder zerkratzte Module zum Vorschein.

Neben den Modulen sollten auch die Unterkonstruktion und deren Klemmen auf einen ordnungsgemäßen Sitz kontrolliert werden. Auf dem Dach aufgeständerte Photovoltaikanlagen sollten ebenfalls darauf kontrolliert werden, ob diese sich noch in Ihrer vorgesehenen Position befinden. Verrutschte Anlagen können die Dachhaut beschädigt haben oder zukünftig beschädigen. 


Wir hoffen Ihre Photovoltaikanlage wurde vom Sturm verschont. Sollte es jedoch defekte Photovoltaikmodule geben, erfahren Sie hier, wie und wo Sie ein passendes Ersatzmodul finden. 


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